Hydroponik

Wir haben nur ein kleines Apartment, mit einem großen Sonnen geflutetem Fenster. Vor einigen Wochen hat der Nachbar ein altes Schaufenster ausgebaut und uns das Material, also Stahlrahmen, Aluprofile und Glas, überlassen. Eigentlich Schrott!  So kam Eins zum Anderen und es ist die Idee von einem Gewächshaus für eine Hydroponik-Anlage zur unterstützenden Selbstversorgung entstanden. Dazu kommt das wir bis auf einige Verbrauchsmaterialien den überwiegenden Teil schon haben, und so ergab sich unverhofft und zwischendurch eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen konnten.  Als der Schrott in der Werkstatt stand und er eingelagert werden sollte, entstand sehr schnell diese Idee. So entstand dieses Projekt ohne jeden Plan und es bestimmte sich durch den späteren Standort und die vorhandenen Teile. Beides begründet den Arbeitsaufwand und die immer deutlicher werdende Form. Voraussetzung maximale Anlage, jedoch ohne den Alltag in dem kleinen Apartment zu beeinträchtigen. Darüberhinaus sollte es so Pflegeleicht wie möglich sein.

Wie an den Bildern, die die einzelnen Arbeitsschritte dokumentieren, zu sehen ist, ist uns das auch gelungen und so ist das “reine Gewächshaus” als solches erstmal fertig. Was jetzt noch fehlt ist die Technik und die Ausstattung, die wir im laufe der nächsten Wochen ebenfalls bebildert hier Schritt für Schritt dokumentieren werden.

Der erste Schritt ist die Montage der Zuluft, für die zwei PC Lüfter in den oberen Ecken montiert werden. Wie im vorletzten Entwicklungsbild provisorisch dargestellt, sind beide Halterungen, die wir uns mit der CNC Fräse hergestellt haben, endgültig montiert und werden jetzt mit Lüftern ausgestattet. Über die Steuerung und die Versorgung kommen wir zu gegebener Zeit zurück.

Im nächsten Schritt wurde die Belüftung installiert. Dabei wird die etwas kühlere Luft von unten nach oben geführt. Oben wird die Luft wieder nach unten gelenkt. Damit wird die eigentliche   nicht sichtbare Verwirbelung angeregt, was hilft ein Mikroklima besser zu stabilisieren. Die kältere und damit schwerere Luft kann so die wärmere Lüft verdrängen, wobei sie gleichzeitig eine Verwirbelung fördert. Die an dieser Stelle meist auftretende Wirkung eines Schlotes wird so absichtlich verhindert. Durch die so entstehende Verwirbelung können die Pflanzen, das in der Umluft enthaltene CO²  effizienter nutzen und es wird vermieden, dass sich temperaturbedingter eine Schichtung aufbaut. Zusätzlich wurde ein Hebemechanismus eingebaut, der es erlaubt die die obere Glasplatte leicht anzuheben damit ein einfacher Luftausgleich erfolgen kann.